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Einreichung Short Paper zur Abschlussarbeit

  • von

Matrikel: 01612671
Autor: Victoria Brunner, BSc
Telefon: +436803208096
E-Mail: victoria.brunner1998@gmail.com

Affiliation:

Radiologietechnologin, bei Tirol Kliniken LKH Hall in Tirol

Studiengang: Radiological Technologies
Forschungsbereich: Radiologische und interventionelle Diagnostik

Kontrastmittelmengen in der Abklärung von Pulmonalarterienembolien in der Computertomographie

Schlagwörter: Kontrastmittelmengen in der CTPA, Kontrastmittelreduktion in der Abklärung von PAEs, state of the art der CTPA österreichweit, Dual-Energy in der CTPA, Kontrastmittelparameter CTPA

Einleitung

Der vollständige oder partielle Verschluss der Pulmonalarterie, meist ausgelöst durch thrombotisches Material, das aus den tiefen Becken- und Beinvenen stammt, gilt als absolute Notfallindikation. Als Gold-Standard in der Detektion der Lungenembolie wird die Computertomographie-Pulmonalis-Angiographie (CTPA) angeführt. Für die Durchführung einer Angiographie in der Computertomographie (CT) benötigt es jodhaltiges Kontrastmittel, welches über einen peripheren oder zentralen Zugang appliziert wird.

Da die Applikation von Kontrastmittel mit bestimmen Risiken wie kontrastmittelinduzierter Nephropathie (KIN) oder einer akuten Schädigung der Nieren (AKI) verbunden ist, besonders wenn die Nierenfunktion des:der Patienten:in eingeschränkt ist, gilt es in erster Linie die Indikation genau zu prüfen und in weiterer Folge, die Kontrastmittelmenge auf das Nötigste zu reduzieren. Da die drastische Reduktion des Kontrastmittels jedoch Einschränkungen in der Befundung der PAE bedingt, müssen Wege gefunden werden, die Menge reduzieren zu können und gleichzeitig die Bildqualität zu erhalten.

Aus diesem Grund werden in der vorliegenden Arbeit kontrastmittel-spezifische und gerätetechnische Möglichkeiten zur Mengenreduktion des Kontrastmittels in der Durchführung von CTPAs unter dem Erhalt der Bildqualität eruiert. Darüber hinaus soll die Arbeit Aufschluss geben, wie aktuell die Abklärung von PAEs in Österreich vorgenommen wird.

Den Fragestellungen „Welche gerätetechnischen und kontrastmittelspezifischen Parameter zur Abklärung von Pulmonalarterienembolien sind derzeit in Österreich state of the art?“ und „Welche Möglichkeiten der Kontrastmittelreduktion können nach dem aktuellen Stand der Forschung für die Abklärung von PAEs abgeleitet werden?“ wird hierbei nachgegangen. Mithilfe von wissenschaftlicher Literatur und dem Einsatz einer Online-Befragung (SoSci- Survey) sollen die Ziele dieser Arbeit erreicht werden.

Methodische Vorgehensweise

Um den Fragestellungen nachzugehen, wird eine österreichweite Online- Datenerhebung mit SoSci-Survey zur Beantwortung der ersten Forschungsfrage durchgeführt und eine umfangreiche Literaturrecherche unternommen, um wissenschaftliche Artikel und Bücher durchzusehen, die zum Verfassen des theoretischen Hintergrundes sowie zur Beantwortung der zweiten Forschungsfrage herangezogen werden.

Ergebnisse

Die wichtigsten Ergebnisse bestätigen die ursprünglichen Annahmen, dass eine KM-Reduktion durch schnelle Scanner, spektrale Bildgebung und an das Gerät angepasste, optimierte Untersuchungsprotokolle der Kontrastmittelapplikation möglich sind.

In der Abbildung 14 sind die Kontrastmittelmengen in der CTPA aufgelistet, die aus der österreichweiten Datenerhebung hervorgehen. Am häufigsten werden Mengen zwischen 50 und 80ml Kontrastmittel angegeben.

Die Tabellen 9 -11 zeigen die kontrastmittelspezifischen und gerätetechnischen (Gerätetechnik und Dual-Energy) Parameter zur Abklärung von PAEs sowie die Handlungsempfehlungen für die Praxis, die eine Kontrastmittelmengenreduktion für die CTPA ermöglichen.

Diskussion

Aus den vorliegenden Ergebnissen kann geschlossen werden, dass eine Kontrastmittelreduktion vorwiegend durch verkürzte Scanzeiten erreicht wird. Dazu benötigt es die Erhöhung der Jodkonzentration und der Injektionsgeschwindigkeit. Darüber hinaus müssen die Röhrenspannung und der Röhrenstrom angepasst werden, um die Bildqualität der CTPA zu gewährleisten. Außerdem spielen Patient:innen-Faktoren eine bedeutende Rolle in der Qualität der CTPA. Die Anwendung der spektralen Bildgebung und die dadurch möglichen Rekonstruktionstechniken (Jodkarten, virtuelle monoenergetische Bilder) sollten in jedem Fall angewendet werden. Fest steht, alle Parameter müssen den Patient:innen- und Gerätebedingungen entsprechen, um Kontrastmittel zu reduzieren und zeitgleich befundbare Bilder zu generieren.

Literatur

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Abbildungen

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Erstbeurteilung:
Zweitbeurteilung:

Anmerkung: