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Einreichung Short Paper zur Abschlussarbeit

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Matrikel: 00215894
Autor: Priv.-Doz. MMag.Dr.rer.nat. Johannes Pallua, PhD
Telefon: +435050480242
E-Mail: johannes.pallua@i-med.ac.at

Affiliation:

Univ.-Klinik für Orthopädie und Traumatologie, Medizinische Universität Innsbruck

Studiengang: Qualitäts- und Prozessmanagement im Gesundheitswesen
Forschungsbereich: Qualitätsmanagement

Qualitätsansätze in der Rheumatologie

Schlagwörter: Qualitätsmanagement, medizinische Versorgung, Qualitätsdimensionen, Gesundheit, muskuloskeletale Erkrankungen, Rheumatologie

Einleitung

Medizinische Einrichtungen setzen mehr und mehr auf Qualitätsmanagement und Zertifizierungen, um sich auf dem Markt zu differenzieren. Bei den verwendeten Qualitätsmanagementsystemen handelt es sich jedoch häufig um einfache, selbst erstellte Konzepte, die sich auf Verwaltungsprozesse konzentrieren – ohne Berücksichtigung der für die Patient*innen wichtigen Ergebnisqualität. Diese Arbeit fasst die derzeit publizierten Qualitätsanstrengungen in der Rheumatologie als Literaturübersicht zusammen. Als Ergebnis soll die folgende primäre Forschungsfrage beantwortet werden: „Welche evidenzbasierten Qualitätsanstrengungen gibt es in der Rheumatologie und wie können diese in der Praxis umgesetzt werden?“

Methodische Vorgehensweise

Das Screening und die inhaltliche Auswertung der Literatur wurden unter Zuhilfenahme der PRISMA-P 2015 Checkliste durchgeführt. PubMed, Cochrane Library und Web of Science wurden zur Suche nach Studien verwendet. Darüber hinaus wurden Handrecherchen durchgeführt und potenziell relevante Artikel in die Überprüfung einbezogen. Referenzen wurden in die Endnote-Referenzverwaltungssoftware (Version X9.1) importiert und eine Duplikatsuche durchgeführt, bevor sie in Rayyan QCRI (https://rayyan.qcri.org) (Ouzzani et al., 2016) zur Anwendung der Ein- und Ausschlusskriterien importiert wurden. Abstracts und Volltexte wurden dann mit den Voyant Tools (www.voyant.tools.org) (De Caro et al., 2016) gescreent und bewertet. Auf Basis der Collocate Analyse wurden die inhaltlichen Schwerpunkte fixiert.

Ergebnisse

Die statistische Textanalyse ergab, dass die Anzahl der ausgewählten Veröffentlichungen gering, aber spezifisch war (14 relevante Korrelationen> 0,8). Unter Verwendung der Trendanalyse wurden 15 Veröffentlichungen mit einer relativen Häufigkeit der vordefinierten Schlüsselwörter> 0,0125 für die Inhaltsanalyse verwendet. Die Initiative „Treat-to-Target“ (T2T) wurde als grundlegendes professionelles Behandlungsparadigma identifiziert. Ergebnisparameter sind jedoch nicht nur für T2T erforderlich, sondern auch für Qualitätsbewertungen in der klinischen Routinearbeit (Barber et al., 2020). Andere Qualitätsaspekte wie die Polypharmazie werden in der klinischen Routine immer noch nicht angemessen behandelt (Jack et al., 2020). Für umfangreichere Studien zur Polypharmazie müssen detailliertere Datensätze in IT-Strukturen implementiert werden (Pallua and Schirmer, 2021) . Schließlich gibt es keine international anerkannte Methode, um die verschiedenen Qualitätsaspekte des Routine-Managements in der Rheumatologie zu quantifizieren (Wilson et al., 2017).

Diskussion

Für die Zukunft werden sich Qualitätsprojekte auf das Erreichen der von T2T Initiativen definierten Ziele, die Unterstützung sekundärer Qualitätsziele wie Vermeidung von Polypharmazie, Comorbiditäten und Nebenwirkungen und den Vergleich von Qualitätsdimensionen in unterschiedlichen und bei verschiedenen Erkrankungen fokussieren. Als Strategie wird es erforderlich sein, auf alle Aspekte der von der WHO definierten Gesundheitsaspekte einzugehen (körperliche, geistige und soziale Gesundheit).

Literatur

BARBER, C. E. H., MOSHER, D., DOWLING, S., BOHM, V., SOLBAK, N. M., MACMULLAN, P., PAN, B., BARNABE, C., HAZLEWOOD, G. S., THEN, K. L., MARSHALL, D. A., RANKIN, J. A., LI, L. C., TSUI, K., ENGLISH, K., HOMIK, J., SPENCER, N., HALL, M. & LACAILLE, D. 2020. Implementation and Evaluation of Audit and Feedback for Monitoring Treat-to-Target (T2T) Strategies in Rheumatoid Arthritis Using Performance Measures. Rheumatol Ther, 7, 909-925.

DE CARO, W., MITELLO, L., MARUCCI, A. R., LANCIA, L. & SANSONI, J. 2016. Textual Analysis and Data Mining: An Interpreting Research on Nursing. Stud Health Technol Inform, 225, 948.

JACK, J. D., MCCUTCHAN, R., MAIER, S. & SCHIRMER, M. 2020. Polypharmacy in Middle-European Rheumatoid Arthritis-Patients: A Retrospective Longitudinal Cohort Analysis With Systematic Literature Review. Front Med (Lausanne), 7, 573542.

OUZZANI, M., HAMMADY, H., FEDOROWICZ, Z. & ELMAGARMID, A. 2016. Rayyan-a web and mobile app for systematic reviews. Syst Rev, 5, 210.

PALLUA, J. & SCHIRMER, M. 2021. Rolle der Dokumentations-IT in der Rheumatologie. rheuma plus.

WILSON, B. A., COOPER, M. & BARBER, C. E. H. 2017. Standards of care for inflammatory arthritis: A literature review. Semin Arthritis Rheum, 47, 22-28.

Abbildungen

 

Erstbeurteilung:
Zweitbeurteilung:

Anmerkung: